Unser PKW

Im Mai 2006 habe ich mich entschlossen ein vernünftiges Auto zu kaufen. Das Fahrzeug musste 2 Bedingungen erfüllen:

Erstens ein möglichst niedriger CO2 Ausstoß aber kein Dieselmotor wegen der Rußemissionen.

Zweitens kein Verzicht auf den üblichen Luxus wie Klimaanlage, Tempomat usw.

 

"Vernünftig" ist da natürlich ein dehnbarer Begriff. Es gibt aber durchaus einige interessante Fahrzeuge, die zum einen sparsam mit dem Treibstoff umgehen, und trotzem noch als luxuriös angesehen werden können.

 

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/148403.html

Stromverbrauch

Nachdem mein Stromverbrauch bis zum Jahre 2005 den unglaublichen Wert von 8400 kWh/Jahr erreicht hatte, habe ich mir vorgenommen dagegen etwas zu unternehmen.

Das Aquarium wurde abgeschafft und der Stromverbrauch aller Geräte gemessen. So musste ich zu meinem Erstaunen feststellen, dass meine beiden SAT-Receiver immer den gleichen Stromverbrauch hatten, egal ob sie ein oder ausgeschaltet waren.

 

Im Februar 2007 ging dann meine PV-Anlage in Betrieb. Meine Bemühungen den Stromverbrauch zu reduzieren zeigten auch erste Auswirkungen. So sank der Verbrauch  im Jahre

2006/2007 auf 6700 kWh

2007/2008 auf 5300 kWh

2008/2009 auf 4500 kWh

 

darüberhinaus beziehe ich seit Mai 2008 Öko Strom der Naturstrom GmbH

 

http://www.naturstrom.de/?gclid=CNfB1Njow5oCFVATzAod_FtErQ

 

Seit 2007 produziere ich also auf meinem Dach CO2 freien Strom, und verbrauche selbst ebenfalls CO2 ferien Strom aus regenerativer Stromerzeugung.

 

Wie spart man so viel Strom?

Grundsätzlich ist meine Devise sparen - ja, aber verzichten - nein.

 

Und das geht, man muss nur gezielt und überlegt vorgehen.

 

Dabei ist es recht einfach 10% Strom zu sparen, bei 20, 30 oder gar 50% geht es aber ins Eingemachte.

 

Grundsätzlich sollte bei jeder Neuanschaffung der Energieverbrauch erste Priorität haben. Es lohnt sich wirklich.

 

Die üblichen Tipps sind ja jedem bekannt, und ich möchte mit ein zwei kleinen Rechenbeispielen darstellen was wieviel bringt:

 

Der Standbymodus eines Videorecorders z.B. kann bei 10, aber auch bei einem Watt liegen. Bei 10 Watt verbraucht das Gerät im Jahr: 10 Watt mal 24 Stunden mal 365 Tage = 87600 Wattstunden, also 87,6 kWh. Bei 20 Cent je kWh sind das 17,52 Euro im Jahr.

Verbraucht das Gerät nur 1 Watt im Standbyverbrauch verbraucht es im Jahr nur 8,7 kWh also 1,75 Euro.

 

Oder ein Kühlschrank: Ein altes Gerät, bei dem die Kühlrippen an der Rückseite vielleicht noch ordentlich verstaubt sind verbraucht 800 kWh im Jahr, ein A+ Gerät 150 kWh im Jahr. Der Unterschied bei 20 Cent je kWh beträgt 130 Euro im Jahr. Kauft man sich also einen neuen sparsamen Kühlschrank für 500 Euro, hat man das Gerät nach weniger als 4 Jahren durch den geringeren Verbrauch bezahlt. Und wenn man nach einem Schnäppchen sucht, und nicht gleich das erst beste Gerät kauft, kann man so ein Gerät auch für 350 Euro kaufen und spart noch viel mehr.

 

Vor allem Eigenheimbesitzer haben ein riesiges Einsparpotentioal. Sie haben ja im Gegensatz zu einem Mieter Einfluss auf jeden Verbraucher im Haus. Ältere Heizungsanlagen sind gigantische Stromfresser. Das austauschen der Heizungspumpen meines Einfamilienhauses bringt eine Ersparnis von 70 Watt pro Stunde. Diese Pumpen liefen an meiner alten Anlage 8 Monate im Jahr rund um die Uhr. Die neuen Pumpen laufen nur, wenn sie wirklich gebraucht werden. Rechnet man nun die Ersparnis von 70 Watt auf diese 8 Monate hoch, kommte man auf rund 400 kWh gesparte Energie, das sind 80 Euro im Jahr. Die Pumpen sind alleine durch den Stromverbrauch schon nach 4 Jahren bezahlt, und zusätzlich gibt es noch 100 Euro vom Staat als Energiesparbonus. Nimmt man dann noch die Einsparungen durch eine verbesserte Steuerung, kann man auch auf 1000 kWh im Jahr kommen.

 

So spart die Solaranlage nicht nur Öl, sondern auch Strom. Der Brenner hat eine Leistungsaufnahme von 250 Watt und verbrennt in einer Stunde 1,5 Liter Öl. Um 1000 Liter Öl zu verbrennen benötigt man also 166 kWh plus Pumpenleistung plus Ölvorwärmung vor jedem Start. Die Pumpen der Solaranlage leistet bei mir maximal 140 Watt, laufen aber nicht immer mit voller Leistung. Bei voller Leistung bringt die Solaranlage etwa 15 kWh Energie pro Stunde. Der Brenner verbraucht also doppelt so viel Strom (incl. Pumpe etwa 300 Watt) als die Solaranlage.

 

Die neue Steuerung hat eine Leistungsaufnahme von nur 4 Watt.

 

Auch wenn Energiesparlampen teilweise wegen der enthaltenen Schwermetalle nicht immer positiv bewertet werden, so haben sie doch ein großes Potential. Warnen möchte ich hier aber vor Billigprodukten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese oft sehr schnell kaputt gehen. Ich habe bei mir im Flur Energiesparlampen im Eisatz, die fast 20 Jahre alt sind und immer noch funktionieren, während schon 3 oder 4 neue billige Leuchten durchgebrannt sind.

 

Ausgetauscht habe ich in den letzten Jahren:

Etwa 20 Glühbirnen - jetzt Energiesparlampen

Den Kühlschrank und die Tiefkühltruhe (beide waren über 20 Jahre alt, aber immer noch funktionstüchtig)

Die Waschmaschine, den Videorecorder (jetzt ein Festplattenrecorder) 3 SAT-Receiver ein Funktelefon.

Der Computer wird nur noch sehr selten genutzt, dafür habe ich jetzt einen Laptop. Das spart etwa 200 Watt in der Stunde. Mein Sohn hat ebenfalls einen neuen Computer der zusammen mit dem Flachbildschirm deutlich weniger Strom braucht.

 

Als nächstes wird ein neuer Wäschetrockner mit Wärmepumpe angeschafft, der etwa halb so viel Strom verbraucht wie das jetzige Gerät. Danach werde ich mich dann nach einem sparsamen Flachbildfernseher umschauen.

Sonstiges

Im Zuge der Heizungssanierung habe ich auch die Spülmaschine ans warme Wasser angeschlossen um Strom zu sparen. Bei der Waschmaschine wäre der Aufwand sehr groß, so dass diese bis jetzt noch mit kaltem Wasser betrieben wird.

 

Ein kleines Update

Januar 2013
Beide Anlagen laufen unverändert gut. Der Ölverbrauch liegt im Jahresmittel bei 1100 Litern, und mein Stromverbrauch hat sich jetzt auf unter 3000 kWh reduziert.

Die mittlerweile ca. 8 Jahre alten Energiesparlampen habe ich durch LED-Lampen ersetzt. Das ist zunächst mal recht teuer, aber die Lichtausbeute und vor allem die Lichtqualität ist wesentlich besser.

Auch der alte Röhrenfernseher musste jetzt raus. Anstatt 70 cm Röhren mit 130 Watt sind es jetzt 140 cm LCD mit 57 Watt. 4-fache Fläche und halber Stromverbrauch. Geht doch!

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